Wie SAS-Chef Mats Jansson nun mitteilte, soll die skandinavische Fluggesellschaft SAS vermutlich an einen Rivalen verkauft werden. Die Airline ist von der Wirtschaftskrise stark mitgenommen; deshalb müsse man die Synergie-Effekte in der Zusammenarbeit mit einer anderen Fluggesellschaft nutzen.
Die von der Wirtschaftskrise gebeutelte skandinavische Fluggesellschaft SAS bietet sich zur Übernahme an. Die Airline werde nach einer Sanierung wahrscheinlich an einen Rivalen verkauft, sagte SAS-Chef Mats Jansson der Zeitung „Dagens Nyheter“ (Dienstagausgabe). „So wie ich das verstehe, wird SAS Teil einer Strukturveränderung werden, sobald die Krise vorbei ist.“ Der Wettbewerb sei hart und es gebe offensichtliche Synergie-Effekte und andere Vorteile, zu einem größeren Konzern zu gehören. Als mögliche Interessenten wurden in der Vergangenheit Lufthansa und Air France-KLM gehandelt.
Die schwedische Regierung will ihren Anteil von 21,4 Prozent an der Fluggesellschaft herunterfahren. Auch Norwegen und Dänemark erklärten, sie seien offen für eine Reduzierung ihrer Beteiligung. Im Februar hatte SAS unter anderem von den Regierungen der drei Länder eine Kapitalerhöhung von umgerechnet rund einer halben Milliarde Euro erbeten. Im vergangenen Jahr belief sich der Vorsteuerverlust auf rund 350 Millionen Euro.